Fuerteventura – Welche Orte sich lohnen und welche eher nicht


Hey,

Mein Freund Philipp und ich waren vom 06.09.-13.09.18 im Urlaub auf Fuerteventura. Schon beim Anflug auf den Flughafen der Insel konnten wir uns ein gutes Bild über die Landschaft Fuerteventuras machen. Wer eine grüne Insel mit tollen bunten Pflanzen erwartet, ist hier auf jeden Fall fehl am Platz. Die Landschaft Fuerteventuras besteht vor allen Dingen aus… Steinen. 😀

Diese Vulkanlandschaft ist natürlich Geschmacksache, aber ich finde es ziemlich cool anzusehen, denn man fühlt sich wie auf einem anderen Planeten 🙂 Trotzdem muss ich ganz einfach sagen, dass Fuerteventura weder landschaftlich viel Abwechslung bietet, noch unglaublich viele Sehenswürdigkeiten hat. Die Insel eignet sich besonders für entspannte Tage am Strand oder für Sportbegeisterte, denn Dank der starken Winde („Fuerte“=stark; „ventura“=wind) und der hohen Wellen kommen besonders Surfer hier auf ihre Kosten. Da ich mich weder zu den Surfern, noch zu den „ausschließlich-am-Strand-Liegern“ zähle, haben wir uns für einen Tag ein Auto gemietet und haben die Insel erkundet! Vorab habe ich recherchiert, welche Orte die interessantesten und schönsten sind.

Unser Hotel „Iberostar Playa Gaviotas Park“ liegt im Süden der Insel, sodass wir von dort aus unseren Tagesausflug gestartet haben. Zunächst haben wir das kleine Fischerdorf „Morro Jable“ besucht, welches laut meiner Recherche eines der schönsten Dörfer Fuerteventuras sein soll, da es im Gegensatz zu den meisten Dörfern natürlich gewachsen ist und nicht mit Hotels zugebaut wurde. Dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen, die jedoch nicht erfüllt wurden. Nur zwei Wochen vor unserem Fuerteventura Urlaub war ich auf Mallorca (nicht am Ballermann!), sodass ich es mir nicht verkneifen konnte, die beiden Inseln zu vergleichen. Das Örtchen Morro Jable konnte mich nicht wirklich beeindrucken, denn es hatte mitten im Ortskern eine große Baustelle und generell gab es dort einfach nicht viel zu sehen. Auch optisch machen die sehr einfach gebauten Häuser keinen großen Eindruck.

Unsere nächste Station war die Piratenhöhle „Caleta Negra“. Dort wollte ich unbedingt hin, denn – hallo? Piratenhöhle? Wie cool ist das denn! 😀 Die Höhle ist in der Nähe von Ajuy gelegen, ein kleiner Ort an der schraffen Westküste der Insel. Parkt am besten direkt unten am Strand, falls ihr nicht so viel laufen möchtet. Die großen Reisebusse parken auf einem großen Parkplatz beim Ortseingang. Tipp: Fahrt am besten morgens oder abends dort hin, damit ihr etwas ungestörter sein könnt. Vom (schwarzen) Strand aus müsst ihr Richtung der großen Felsmauer laufen. Dort befindet sich ein ausgeschilderter Weg zu der Höhle. Noch ein gut gemeinter Tipp (den meiner lieber Freund nicht beherzigt hat): Zieht euch feste Schuhe an, denn der Weg zur Höhle ist recht beschwerlich und man muss ziemlich klettern und über große Steine wandern. Philipp hatte nur Badeschlappen an, welche beim Aufstieg fast ins Meer gefallen wären… seid nicht wie Philipp. 😀

Eine Steintreppe führt dann direkt in die Höhle, in der wir leider keinen Schatz gefunden haben 🙁 Wir haben aber gesucht! 😀

Es war auf jeden Fall sehr lustig in der teilweise stockdunklen Höhle herumzuklettern, deswegen ist dieses Ausflugsziel meiner Meinung nach empfehlenswert.

Anschließend sind wir in die ehemalige Hauptstadt Betancuria gefahren, die mitten im Gebirge gelegen und überraschenderweise ziemlich grün ist.

Dort haben wir auch in einem kleinen Lokal zu Mittag gegessen – typische kanarische Tapas: Salzkartoffeln mit einer grünen und roten Soße oder auf spanisch „Papas Arrugadas con Mojo Rojo“… oder mit anderen Worten: meine Lieblingsspeise auf den Kanaren.

Das Städtchen läd zum Verweilen ein, man kann dort gut essen und entspannen. Geschäfte gibt es dort keine, jedoch ein kleines Museum, welches wir aber nicht besucht haben.

Nach dem Mittagessen sind wir weiter in den Norden gefahren und haben in dem Fischerdorf „El Cotillo“ angehalten, weil ich nämlich gerne das Café „El Goloso de El Cotillo“ besuchen wollte. Dieses Café bietet lauter kleine Backwaren aus eigener Herstellung an und dort gibt es richtig guten Kaffee (der in Spanien ja meist schwer zu finden ist).

Ich hatte es aber auf etwas ganz bestimmtes abgesehen, nämlich auf einen Keks 😀 Ja wirklich… Ich wollte gerne den Keks in Form einer Ziege (das „Wahrzeichen“ Fuerteventuras) probieren: er war super lecker. Also holt euch dringend diesen Keks, wenn ihr auf Fuerteventura seid 😀

Am Strand von El Cotillo haben wir unseren Keks gegessen, Kaffee getrunken und sind dann langsam weiter gefahren mit dem Ziel die berühmte Sandwüste Fuerteventuras zu besuchen im „Parque Natural de Corralejo“.

Leider leider leider blieb uns dies aber verwehrt, denn die Straße, die durch die Wüste führt war komplett gesperrt. Wir konnten nur einen ganz kleinen Teil sehen und haben wenigstens dort ein paar Fotos machen können.

Der wunderschöne feine weiße Sand besteht aus Muschelkalk und bildet eine Dünenlandschaft. Durch den Wind bilden sich wellenartige Muster im Sand, welche besonders im Sonnenuntergang zur Geltung kommen.

Von dort aus sind wir dann wieder zurück in den Süden zu unserem Hotel gefahren. Wie bereits zu Anfang schon gesagt, bietet die Insel nicht viele Sehenswürdigkeiten, dafür aber viel Erholung und schöne Strände. Wiederkommen würde ich aber nicht unbedingt, da ich im Urlaub einfach gerne etwas mehr sehen und unternehmen möchte. Philipp war jedoch begeistert von den Wellen und hat einen Surfkurs belegt, der ihm großen Spaß bereitet hat.

Seid ihr schon auf Fuerteventura gewesen und wenn ja, wie hat es euch gefallen? Habt ihr noch ein paar Geheimtipps für Ausflugsziele auf der Insel?

 

Kathi

 

 

 

22 Replies to “Fuerteventura – Welche Orte sich lohnen und welche eher nicht”

  1. Ich war auch vor ein paar Wochen dort und habe es z.B. ganz anders empfunden. Klar gibt es wenig grün und keine großartigen Städte ( Morro Jable fanden wir auch furchtbar) auf der Insel, aber wir fanden die Landschaft absolut vielfältig und faszinierend. Weiße Strände, schwarze Strände, Palmen inmitten der Wüste im Inland, tolle Aussichtspunkte, Wanderungen etc., Natur pur und tolle Kontraste. Ich denke, ihr habt euch für einen Tag vielleicht auch ein bisschen viel Strecke vorgenommen, um richtig eintauchen zu können. Zu den Dünen in Corralejo sind wir dann wegen gesperrter Straße z.B. einfach am Strand entlang gelaufen und es hat sich absolut gelohnt, völlig allein auf den Dünen zu stehen und aufs Meer zu blicken. Ich bin auch niemand, der im Urlaub nur am Strand liegt, aber die 12 Tage auf der Insel waren bei uns echt gut ausgefüllt. Es kommt vielleicht drauf an, mit welchen Erwartungen man auf die Insel reist 😉

  2. Ich fliege übermorgen zum zweiten Mal dieses Jahr nach Fuerteventura…ich denke das sagt alles. 😉

  3. Ich war auch schon zweimal auf Fuerteventura, aber wir waren meistens am Strand das eine Mal Waren wir beim surf Wouldcup der jedes Jahr wieder ist, das war ziemlich cool, aber man muss zur richtigen Zeit da sein.

  4. Hey Kathi ! 💜
    In der Piratenhöhle war ich dieses Jahe auch 💕 echt Cool da 💪🏼🌸

  5. Hey, ich war auch dieses Jahr auf Fuerteventura und genau an den gleichen Orten wie ihr! 😍👍🏻 Wie cool ist das denn ? 👌🏻😍

  6. Erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zum Blog! Ist wirklich schön geworden 🙂

    Ja, Fuerteventura ist wirklich vor allem landschaftlich nicht gerade vielseitig. Dennoch gibt es doch noch ein paar andere Orte zu sehen: https://www.the-vegan-travelers.com/de/europa/spanien/fuerteventura-endlose-sandduenen.html

    Ihr solltet die Kanaren aber auf gar keinen Fall abschreiben! Teneriffa zum Beispiel ist super vielseitig und lässt sich perfekt per Mietwagen erkunden wie ihr hier lesen könnt: https://www.the-vegan-travelers.com/de/europa/spanien/teneriffa-der-ultimative-roadtrip.html
    Durch diese ideale Mischung hat sich Teneriffa ganz fest in unser Herz geschlichen und wir merken, dass wir jeder Zeit zurück könnten 😀 Dort wird es selbst nach langer Zeit nicht langweilig. Außerdem kann ich das Erklimmen des Teides, dem höchsten Berg Spaniens, nur jedem empfehlen! Der Sternenhimmel, die Aussicht, die Landschaft…unbeschreiblich.

    Liebe Grüße,
    Chantel

  7. Der erste und einzige Blog (bisher), den ich sowohl optisch als auch inhaltlich echt toll finde!

Lass' mir gern einen Kommentar da :)

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .